Kindergeld beantragen in Deutschland: Prozess, Anforderungen und Vorteile

Um Kindergeld in Deutschland zu beantragen, müssen Sie einen schriftlichen Antrag einreichen. Hierfür nutzen Sie das von der Familienkasse bereitgestellte Formular. Der Kindergeldantrag kann online ausgefüllt, ausgedruckt und unterschrieben werden. Für Neugeborene besteht auch die Möglichkeit, den Antrag online mithilfe eines gültigen ELSTER-Zertifikats zu stellen, ohne das Formular manuell auszudrucken und zu unterschreiben. Der Antrag erfordert die Angabe Ihrer Steueridentifikationsnummer sowie der Steueridentifikationsnummer Ihres Kindes.

Den Antrag reichen Sie bei der Familienkasse Ihrer örtlichen Agentur für Arbeit ein, da diese in der Regel für die Bearbeitung von Kindergeldanträgen zuständig ist. Bei Fragen zum Antragsverfahren können Sie die gebührenfreie Service-Hotline der Bundesagentur für Arbeit unter 0800 4 555530 kontaktieren.

Das Kindergeld wird monatlich von der Familienkasse ausgezahlt. Eine Übersicht der Zahlungstermine finden Sie auf deren Webseite.

Es besteht die Möglichkeit, Kindergeld rückwirkend für bis zu 6 Monate zu beantragen. Geben Sie dafür in Ihrem Antrag an, dass Sie rückwirkend Kindergeld beantragen möchten, und nennen Sie das Datum, ab dem Sie die Zahlungen erhalten möchten.

Falls Sie berechtigt sind, Kindergeld zu erhalten, Ihr Kind jedoch nicht in Ihrem Haushalt lebt und Sie keinen Unterhalt leisten, kann die Familienkasse das Kindergeld auf Anfrage an die Person oder Behörde auszahlen, die das Kind tatsächlich unterstützt (sogenanntes “abzweigen”). Ist Ihr Kind volljährig und finanziell unabhängig, kann das Kindergeld auch direkt an es ausgezahlt werden.

Unter bestimmten Bedingungen kann eine Behörde, insbesondere Sozial- und Jugendämter, die Leistungen erbracht hat, ohne Kindergeld zu berücksichtigen, die Zahlung des anteiligen Kindergeldbetrags beantragen.

Was ist Kindergeld und wer hat Anspruch darauf?

Kindergeld ist eine finanzielle Unterstützung, die Eltern, Adoptiveltern, Großeltern, Stiefeltern oder Pflegeeltern erhalten können. Es wird für alle Kinder unter 18 Jahren gezahlt. Unter bestimmten Bedingungen haben auch Kinder über 18 und unter 25 Jahren Anspruch auf Kindergeld, ebenso wie Kinder über 25 Jahren mit Behinderung. Deutsche Staatsangehörige, die mit ihren Kindern in Deutschland leben, haben automatisch Anspruch auf Kindergeld.

Es gibt jedoch auch bestimmte Umstände, unter denen der Kindergeldanspruch besteht, wenn die Eltern im Ausland leben, aber in Deutschland Steuern zahlen. Für Eltern mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die in Deutschland leben, gelten spezielle Regelungen. Es ist auch möglich, Kindergeld zu erhalten, wenn die Kinder nicht in Deutschland leben, aber einen Wohnsitz in Deutschland nachweisen können und mindestens die Hälfte der ausbildungsfreien Zeit in Deutschland verbringen.

Das Kindergeld ist unabhängig von der Anzahl der Kinder sowie vom Einkommen und Vermögen der Eltern. Seit dem 1. Januar 2023 beträgt die Höhe des Kindergeldes 250 Euro pro Kind. Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich gestellt werden, jedoch nur einmal nach der Geburt des Kindes. Es wird automatisch bis zum 18. Geburtstag weitergezahlt. Es ist wichtig zu beachten, dass das Kindergeld nur für sechs Monate rückwirkend gezahlt wird, daher sollte der Antrag im ersten halben Jahr nach der Geburt gestellt werden.

Voraussetzungen für Kindergeld in Deutschland

Kindergeld in Deutschland wird für junge Erwachsene zwischen dem 18. und vollendeten 25. Lebensjahr in verschiedenen Fällen gezahlt. Wenn das volljährige Kind zum ersten Mal eine Schul- oder Berufsausbildung bzw. ein Studium absolviert, kann Kindergeld beantragt werden.

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Auch bei einer zweiten Ausbildung oder einem Studium, bei dem das Kind bis zu 20 Wochenstunden arbeitet, besteht Anspruch auf Kindergeld, unabhängig vom Verdienst. Selbst wenn das Kind neben der zweiten Ausbildung einen Minijob ausübt, besteht weiterhin Anspruch auf Kindergeld.

Während einer Übergangszeit, beispielsweise zwischen Schulabschluss und Ausbildungs- oder Studienbeginn, kann ebenfalls Kindergeld bezogen werden, sofern diese Übergangszeit einen Zeitraum von maximal 4 Monaten nicht überschreitet. Auch bei einem Praktikum mit fachlichem Bezug zum angestrebten Beruf oder bei einem Freiwilligendienst wie dem Bundes-Freiwilligendienst oder einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr besteht Anspruch auf Kindergeld.

Wenn das Kind keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, muss nachgewiesen werden, dass es sich um einen Ausbildungsplatz bemüht. Ist das Kind bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter als ausbildungsplatzsuchend oder arbeitsuchend gemeldet, gilt der Nachweis als erbracht und es kann weiterhin Kindergeld bezogen werden.

Für Kinder mit Behinderungen gelten unter bestimmten Voraussetzungen Sonderregelungen, sodass Kindergeld auch über das 25. Lebensjahr hinaus beantragt werden kann.

Um Kindergeld für Kinder ab 18 Jahren zu beantragen, müssen entsprechende Nachweise und Bescheinigungen eingereicht werden. Änderungen in der Lebenssituation des Kindes, wie der Abschluss einer Ausbildung oder der Abbruch eines Studiums, müssen ebenfalls der Familienkasse mitgeteilt werden.

Der Kindergeld-Antrag ab 18 Jahren kann direkt online gestellt werden. Weitere Informationen und Kontaktdaten zur Familienkasse sind auf der entsprechenden Webseite verfügbar.

Wie lange bekommt man Kindergeld in Deutschland?

In Deutschland wird Kindergeld für junge Erwachsene zwischen dem 18. und vollendeten 25. Lebensjahr in verschiedenen Fällen gezahlt. Wenn das volljährige Kind zum ersten Mal eine Schul- oder Berufsausbildung bzw. ein Studium absolviert, kann Kindergeld beantragt werden. Auch wenn das Kind eine zweite Ausbildung oder ein Studium absolviert und bis zu 20 Wochenstunden arbeitet, besteht Anspruch auf Kindergeld, unabhängig vom Verdienst. Selbst wenn das Kind neben der zweiten Ausbildung einen Minijob ausübt, besteht weiterhin Anspruch auf Kindergeld.

Während einer Übergangszeit, beispielsweise zwischen Schulabschluss und Ausbildungs- oder Studienbeginn, kann ebenfalls Kindergeld bezogen werden, sofern diese Übergangszeit einen Zeitraum von maximal 4 Monaten nicht überschreitet. Auch bei einem Praktikum mit fachlichem Bezug zum angestrebten Beruf oder bei einem Freiwilligendienst wie dem Bundes-Freiwilligendienst oder einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr besteht Anspruch auf Kindergeld.

Wenn das Kind keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, muss nachgewiesen werden, dass es sich um einen Ausbildungsplatz bemüht. Ist das Kind bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter als ausbildungsplatzsuchend oder arbeitsuchend gemeldet, kann weiterhin Kindergeld bezogen werden.

Für Kinder mit Behinderungen können unter bestimmten Voraussetzungen auch über das 25. Lebensjahr hinaus Kindergeldleistungen beantragt werden.

Um Kindergeld für Kinder ab 18 Jahren zu beantragen, müssen entsprechende Nachweise und Bescheinigungen eingereicht werden. Änderungen in der Lebenssituation des Kindes, wie der Abschluss einer Ausbildung oder der Abbruch eines Studiums, müssen ebenfalls der Familienkasse mitgeteilt werden.

Der Kindergeld-Antrag ab 18 Jahren kann direkt online gestellt werden. Weitere Informationen und Kontaktdaten zur Familienkasse können auf deren Webseite gefunden werden.

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Kindergeld Höhe in Deutschland: Wie viel wird gezahlt?

Das Kindergeld in Deutschland wurde ab dem 1. Januar 2023 erhöht. Eltern erhalten nun monatlich 250 Euro pro Kind. Zuvor lag der Betrag bei 219 Euro für das erste und zweite Kind, bei 225 Euro für das dritte Kind und ab dem vierten Kind bei 250 Euro. Das bedeutet, dass das Kindergeld für das erste und zweite Kind um 31 Euro monatlich erhöht wurde und für das dritte Kind um 25 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern erhält dadurch jährlich 744 Euro mehr, während eine Familie mit drei Kindern 1.044 Euro mehr im Jahr erhält.

Zusätzlich wurde seit dem 1. Juli 2022 ein monatlicher Sofortzuschlag von 20 Euro eingeführt, der von Armut betroffenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugutekommt. Dieser Sofortzuschlag ist ein erster Schritt der Bundesregierung zur Einführung einer Kindergrundsicherung. Eine anspruchsberechtigte Familie mit zwei Kindern erhält dadurch jährlich zusätzlich 480 Euro.

Der Kinderzuschlag, der Alleinerziehende und Familien mit niedrigem Einkommen unterstützt, wurde ebenfalls angehoben. Ab dem 1. Januar 2023 beträgt er monatlich 250 Euro. Bereits ab dem 1. Juli 2022 erhöhte sich der Höchstbetrag des Kinderzuschlags auf 229 Euro pro Kind monatlich. Diese erneute Erhöhung bedeutet, dass Familien, die den Höchstbetrag beziehen, jährlich 492 Euro mehr erhalten.

Im Jahr 2022 wurde außerdem ein einmaliger Kinderbonus von 100 Euro pro Kind ausgezahlt. Eltern erhielten diesen Bonus auch für Kinder, die nach dem Auszahlungsmonat Juli 2022 geboren wurden.

Unterlagen für Kindergeldantrag in Deutschland

Um Kindergeld in Deutschland beantragen zu können, müssen bestimmte Unterlagen eingereicht werden, um die Identität des Antragstellers sowie die Berechtigung für den Kindergeldanspruch zu überprüfen. Zu den erforderlichen Unterlagen gehören:

  • Ausgefüllter Hauptantrag Kindergeld (KG1): Dieses Formular dient als Hauptantrag für das Kindergeld und enthält persönliche Informationen zum Antragsteller und zum Kind.
  • Geburtsurkunde des Kindes: Eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde des Kindes muss vorgelegt werden, um das Alter des Kindes nachzuweisen.
  • Ausweis des Antragstellers: Eine Kopie des Ausweisdokuments des Antragstellers, wie zum Beispiel des Personalausweises oder des Reisepasses, ist erforderlich, um die Identität des Antragstellers zu bestätigen.
  • Meldebescheinigung: Eine aktuelle Meldebescheinigung, die bestätigt, dass der Antragsteller und das Kind in Deutschland gemeldet sind, ist erforderlich.

Je nach Situation können zusätzliche Unterlagen wie Einkommensnachweise, Aufenthaltsbescheinigungen oder Sorgerechtsbescheinigungen erforderlich sein. Es ist wichtig, bei der zuständigen Familienkasse nachzufragen, welche spezifischen Unterlagen für den individuellen Kindergeldantrag benötigt werden.

Insgesamt kann der Antragsprozess für Kindergeld in Deutschland zeitaufwendig sein, aber mit den richtigen Unterlagen und Informationen kann er reibungslos verlaufen. Es ist ratsam, frühzeitig alle erforderlichen Unterlagen zu sammeln und den Antrag vollständig auszufüllen, um Verzögerungen bei der Bearbeitung zu vermeiden.

Bearbeitungszeit Kindergeldantrag in Deutschland

Die Bearbeitungszeit für einen Kindergeldantrag in Deutschland beträgt etwa vier bis sechs Wochen.Nachdem ein Antrag auf Kindergeld gestellt wurde, benötigt die Familienkasse in der Regel einige Wochen, um den Antrag zu bearbeiten und zu prüfen. Während dieser Zeit werden die persönlichen Daten des Kindergeldbeziehers, die Daten des Kindes und Angaben zur Beschäftigung des Antragstellers überprüft. Es ist wichtig zu beachten, dass die Bearbeitungszeit variieren kann und es möglicherweise zu Verzögerungen kommen kann, insbesondere während stark frequentierter Zeiträume wie zum Beispiel zum Jahresbeginn.Die Familienkasse zahlt das Kindergeld grundsätzlich rückwirkend aus, jedoch ist eine Nachzahlung nur für die letzten sechs Monate vor Antragstellung möglich. Es ist daher ratsam, den Kindergeldantrag so früh wie möglich einzureichen, um sicherzustellen, dass keine finanziellen Leistungen verloren gehen. Ab Januar 2022 beträgt das Kindergeld monatlich 219 Euro für das erste und zweite Kind, 225 Euro für das dritte Kind und 250 Euro für das vierte und jedes weitere Kind.Um einen Kindergeldantrag zu stellen, kann dies online auf der Website der Arbeitsagentur erfolgen. Der Antrag muss persönliche Daten des Kindergeldbeziehers, Daten des Kindes und Angaben zur Beschäftigung des Antragstellers enthalten. Nach der elektronischen Übermittlung muss der Antrag zusätzlich unterschrieben und mit einer Geburtsurkunde im Original bei der Familienkasse eingereicht werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Bearbeitungsdauer des Antrags etwa 1 bis 1,5 Monate beträgt. Bei Fragen zum Kindergeldantrag ist die Familienkasse die richtige Ansprechpartnerin.Um die Bearbeitungszeit für den Kindergeldantrag zu beschleunigen, ist es wichtig, den Antrag vollständig und korrekt auszufüllen und alle erforderlichen Unterlagen beizufügen. Darüber hinaus können mögliche Verzögerungen vermieden werden, indem man den Antrag frühzeitig einreicht. Es empfiehlt sich, etwaige fehlende Unterlagen oder Unklarheiten schnellstmöglich nachzureichen, um Verzögerungen bei der Bearbeitung zu vermeiden. Bei Fragen oder Problemen während des Prozesses steht die Familienkasse als Anlaufstelle zur Verfügung.

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Kindergeld rückwirkend beantragen in Deutschland

Ja, es ist möglich, Kindergeld rückwirkend in Deutschland zu beantragen. Um Kindergeld retroaktiv zu erhalten, müssen Sie einen schriftlichen Antrag bei der Familienkasse der örtlichen Agentur für Arbeit einreichen. Das Antragsformular kann online auf der Website der Familienkasse ausgefüllt werden. Für Neugeborene können Sie den Kindergeldantrag auch online mit einem gültigen ELSTER-Zertifikat einreichen, ohne den Antrag auszudrucken und zu unterschreiben.

In Ihrem Antrag müssen Sie Ihre Steueridentifikationsnummer und die Steueridentifikationsnummer Ihres Kindes angeben. Bei Fragen zum Antragsverfahren können Sie die gebührenfreie Service-Hotline der Bundesagentur für Arbeit unter 0800 4 555530 kontaktieren.

Kindergeld wird monatlich von der Familienkasse ausgezahlt. Es ist möglich, Kindergeld rückwirkend für bis zu 6 Monate zu beantragen. Um jedoch eine rückwirkende Zahlung zu erhalten, müssen Sie in diesem Zeitraum einen Anspruch auf Kindergeld gehabt haben, es aber nicht erhalten haben, weil Sie keinen Antrag gestellt haben.

Um rückwirkend Kindergeld zu beantragen, müssen Sie in Ihrem Antrag angeben, dass Sie eine rückwirkende Zahlung beantragen und das Datum angeben, ab dem Sie Kindergeld erhalten möchten.

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen auf den bereitgestellten Rohdaten basieren und Änderungen unterliegen können. Es wird immer empfohlen, die offiziellen Quellen zu konsultieren oder die zuständigen Behörden für die aktuellsten und genauesten Informationen zu kontaktieren.

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