Was ist die Gaspreisbremse?

Die Gaspreisbremse ist eine Maßnahme der Bundesregierung, um die hohen Energiepreise einzudämmen. Sie hat das Ziel, den Gaspreis für private Haushalte zu begrenzen und somit eine finanzielle Entlastung für die Verbraucher zu schaffen.

Diese Preisbremse setzt einen Deckel für den Gaspreis bei 12 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für 80 Prozent des Jahresverbrauchs, der im September 2022 prognostiziert wurde. Für den restlichen Verbrauch gilt weiterhin der normale Marktpreis. Diese Regelung tritt offiziell ab März 2023 in Kraft, jedoch gilt sie rückwirkend auch schon für die Monate Januar und Februar 2023.

Die Umsetzung der Gaspreisbremse findet automatisch über die Abrechnungen der Gasversorger statt, sofern ein Direktvertrag besteht. Dadurch werden Verbraucher automatisch entlastet. Die IG Metall hat berechnet, dass eine durchschnittliche vierköpfige Familie im Jahr 2023 durch diese Maßnahme eine Ersparnis von 1764 Euro erzielen kann.

Wie funktioniert die Gaspreis-Bremse in Deutschland?

Die Gaspreis-Bremse in Deutschland wurde von der Bundesregierung eingeführt, um Haushalte und kleinere Unternehmen vor den stark gestiegenen Gaspreisen zu schützen. Sie soll sicherstellen, dass Verbraucher nicht übermäßig hohe Kosten für ihre Gasversorgung tragen müssen. Die Preisbremse gilt für Gas- und Fernwärmekunden mit einem Verbrauch unter 1,5 Millionen Kilowattstunden und wurde ab Anfang März 2023 eingeführt.

Bei der Gaspreis-Bremse erhalten Erdgaskunden für 80 Prozent ihres bisherigen Jahresverbrauchs einen staatlich garantierten Preis von 12 Cent pro Kilowattstunde, inklusive Steuern und Abgaben. Dieses begünstigte Basiskontingent wird anhand des Jahresverbrauchs berechnet, der der monatlichen Abschlagszahlung im September 2022 zugrunde lag. Falls der Jahresverbrauch nicht korrigiert wurde, entspricht dies in der Regel dem Gesamtverbrauch der letzten jährlichen Abrechnung.

Die Entlastung durch die Gaspreis-Bremse erfolgt automatisch, je nachdem, wie stark der Gasanbieter den Preis bereits über 12 Cent erhöht hat. Der Staat übernimmt die Differenz zwischen dem Vertragspreis und der Preisbremse. Wenn Verbraucher aufgrund der Preisbremse weniger bezahlen müssen, ist der Anbieter verpflichtet, den Rabatt automatisch weiterzugeben und den monatlichen Abschlag entsprechend zu senken. Mieter, die im Jahr 2022 noch keine höheren Heizkosten zahlen mussten, erhalten den möglichen Rabatt erst in der nächsten Heizkostenabrechnung vom Vermieter. Bitte prüfen Sie das Infoschreiben Ihres Anbieters zur Gaspreis-Bremse, um sicherzustellen, dass der richtige Jahresverbrauch berücksichtigt wurde und die Entlastung korrekt berechnet wurde.

Gründe für die Einführung der Gaspreis-Bremse in Deutschland

Die Einführung der Gaspreis-Bremse in Deutschland erfolgt aus mehreren Gründen und hat unterschiedliche Ziele. Der Hauptgrund besteht darin, Haushalte und Unternehmen von den steigenden Energiepreisen zu entlasten. In den kommenden Jahren sind drastische Preiserhöhungen seitens der Energieversorger zu erwarten, und die Gas- und Strompreisbremse soll dazu dienen, diese Kostensteigerungen abzufedern.

Um die Auswirkungen der gestiegenen Preise auf die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu mildern, werden die Preisbremsen rückwirkend eingeführt. Ab März werden private Haushalte sowie kleine und mittlere Firmen entlastet, und eine rückwirkende Entlastung für Januar und Februar ist geplant. Dies soll dazu beitragen, die finanziellen Belastungen für die Bevölkerung abzumildern.

Ein weiteres Ziel der Gaspreis-Bremse ist es, Anreize zum Energiesparen zu schaffen. Die Preisbremsen gelten jeweils nur für einen Teil des Verbrauchs, um die Nutzer zum sparsamen Umgang mit Energie zu motivieren. Härtefallregelungen sind für Nutzer von Heizöl, Pellets, Flüssiggas oder Kaminöfen vorgesehen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Energieversorger nicht im Schatten der Staatshilfe überzogene Preiserhöhungen vornehmen.

Es gibt auch spezifische Regelungen für verschiedene Gruppen. Die Gaspreisdeckel gelten bei Haushalten und kleineren Unternehmen nur für 80 Prozent des erwarteten Verbrauchs. Für Industrieriesen gilt die Regelung ab Januar 2023. Neben den Preisbremsen wurden auch Neuregelungen verabschiedet, die Verbraucher, die ihre Energiekosten nicht bedienen können, künftig besser vor Strom- und Gassperren schützen sollen.

Auswirkungen der Gaspreisbremse in Deutschland

Die Einführung der Gaspreisbremse in Deutschland hat unterschiedliche Auswirkungen auf Verbraucher, Energieversorger und den Energiemarkt insgesamt. Ziel dieser Maßnahme ist es, Haushalte und Unternehmen im kommenden Jahr zu entlasten. Durch die Gas- und Strompreisbremse sollen überhöhte Preiserhöhungen verhindert werden. Damit erhalten Verbraucher die Möglichkeit, sich gegen stark steigende Energiekosten zu wehren. Um dies zu erreichen, wurden entsprechende Gesetze vom Bundestag und Bundesrat gebilligt.

Die Gaspreisbremse gilt ab März 2023 für private Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen. Dabei sind jedoch bestimmte Einschränkungen zu beachten. Gaspreisdeckel gelten beispielsweise nur für 80 Prozent des erwarteten Verbrauchs bei Haushalten und kleineren Unternehmen. Das bedeutet, dass Gas nicht teurer als 12 Cent pro Kilowattstunde werden darf, während Fernwärme nicht teurer als 9,5 Cent sein darf. Diese geplanten Entlastungen sind vorerst bis April 2024 befristet.

Die Gaspreisbremse hat jedoch auch Kontroversen und Debatten ausgelöst. Verbraucherschützer halten die Preisbremsen für unzureichend und fordern stattdessen ein System von Direktzahlungen. Sie argumentieren, dass Bewohner von schlecht isolierten Häusern trotz der Gaspreisbremse unter bestimmten Umständen fast sieben Mal so viel für Gas zahlen müssen wie Bewohner gut isolierter Häuser. Darüber hinaus wurden bereits mehr als 580 Fälle von Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel bekannt, was die Forderung nach weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der steigenden Energiekosten unterstützt. Die Gesetze zu den Energiepreisbremsen enthalten jedoch ein “Missbrauchsverbot”, um überzogene Preiserhöhungen zu verhindern.

Berechnung der Gaspreise in Deutschland

Die Berechnung der Gaspreise in Deutschland erfolgt auf Grundlage verschiedener Faktoren. Die Preise setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die den Gesamtpreis für den Verbraucher beeinflussen.

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Eine wichtige Komponente bei der Berechnung der Gaspreise ist der Gasverbrauch des Haushalts. Dieser wird in Kubikmetern (m³) gemessen und muss zur Berechnung des Gasbedarfs in Kilowattstunden (kWh) umgerechnet werden. Dafür werden der Verbrauch in Kubikmetern, der Brennwert und die Zustandszahl des bezogenen Gases benötigt. Der Brennwert ist die Energiemenge, die bei der Verbrennung des Gases freigesetzt wird und kann je nach Gasqualität unterschiedlich sein. In Deutschland gibt es L-Gas mit geringem Brennwert und H-Gas mit höherem Brennwert. Diese Faktoren beeinflussen die Menge an Energie, die aus einer bestimmten Menge an Gas gewonnen werden kann und somit auch den Verbrauch und die Berechnung der Gaspreise.

Neben dem individuellen Gasverbrauch spielen auch externe Einflüsse eine Rolle bei der Berechnung der Gaspreise. Marktbedingungen und Angebot und Nachfrage beeinflussen den Preis, genauso wie internationale Entwicklungen und politische Entscheidungen. Diese Markt- und Regulierungsfaktoren haben Auswirkungen auf den Gaspreis und können zu Preiserhöhungen oder -senkungen führen.

Um die Gaspreise in Deutschland zu berechnen und vor unerwarteten Preiserhöhungen geschützt zu sein, wird oft empfohlen, zu Tarifen mit Preisgarantie zu wechseln. Diese bieten dem Verbraucher eine Preisgarantie über einen bestimmten Zeitraum, in der Preiserhöhungen vermieden werden. Durch den Wechsel zu einem solchen Tarif können Verbraucher Geld sparen und sich bis zu 24 Monate Preisgarantie sichern. Es ist ratsam, auf die Preisgarantien des jeweiligen Tarifs zu achten, um die besten Konditionen zu erhalten.

  • Die Berechnung der Gaspreise erfolgt anhand des individuellen Gasverbrauchs, der Brennwert und Zustandszahl des Gases.
  • Externe Faktoren wie Marktbedingungen und politische Entscheidungen beeinflussen den Gaspreis.
  • Der Wechsel zu Tarifen mit Preisgarantie ermöglicht Einsparungen und schützt vor unerwarteten Preiserhöhungen.

Faktoren, die die Gaspreise in Deutschland beeinflussen

Die Gaspreise in Deutschland wurden im Jahr 2022 von mehreren Faktoren beeinflusst. Hier sind die wichtigsten vier Faktoren, die eine Rolle spielten:

  • Russischer Krieg gegen die Ukraine: Der Überfall Russlands auf die Ukraine führte zu Preissprüngen von über 70 Prozent an der Gasbörse. Als Reaktion darauf stoppte die Bundesregierung das Projekt “Nord Stream 2” und die Gaslieferungen durch die bestehende Pipeline Nord Stream 1 wurden gekappt.
  • Erhöhte Nachfrage nach Erdgas: Die weltweite wirtschaftliche Erholung nach den Corona-Lockdowns im Jahr 2022 führte zu einer gesteigerten Nachfrage nach Erdgas. Insbesondere in China stieg der Bedarf an Gas, da das Land auf Flüssigerdgas umsteigen wollte, um seine Treibhausgasemissionen zu verringern.
  • Gas für die Stromproduktion: Durch die Energiewende wurde vermehrt Gas für die Stromproduktion genutzt, da Kohlekraftwerke reduziert wurden, um die CO2-Emissionen zu senken. Dies führte zu einem erhöhten Gasbedarf, insbesondere in den Wintermonaten.
  • Höhere Abgaben und Entgelte: Im Jahr 2022 stiegen die Abgaben und Entgelte für den Transport von Gas durch die Gasnetze. Zusätzlich stieg auch der CO2-Preis an.
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Im April 2022 verzeichneten Mehrfamilienhäuser einen Anstieg der Gaspreise um 105 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Durchschnittspreis lag bei 13,26 Cent/kWh. Neue Verträge wurden zu noch höheren Preisen abgeschlossen und einige Gasanbieter nahmen vorübergehend keine neuen Kunden auf.

Um die Gaspreise zu stabilisieren, hat die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen. Ab Anfang 2023 wurde eine Gaspreisbremse eingeführt, die den Preis für einen definierten Grundverbrauch deckelt. Darüber hinaus hat der Staat den Gasabschlag für Dezember 2022 übernommen.

Flüssiggas-Terminals könnten dazu beitragen, den Gaspreis zu senken, indem Gas von anderen Handelspartnern günstiger eingekauft und an die Verbraucher weitergegeben wird. Die Umsetzung solcher Terminals gestaltet sich jedoch kompliziert.

Es besteht die Möglichkeit, dass der Gaspreis in Zukunft weiter steigt, abhängig von den CO2-Zertifikatspreisen und der Gasversorgungssituation.

Regulierung der Gaspreise in Deutschland

Die Gaspreise in Deutschland werden durch eine Gaspreisbremse reguliert. Diese Maßnahme wurde im März 2023 eingeführt und gilt rückwirkend für die Monate Januar und Februar. Sie betrifft private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen mit einem jährlichen Gasverbrauch von weniger als 1,5 Millionen Kilowattstunden sowie Vereine. Der gedeckelte Gaspreis liegt bei 12 Cent pro Kilowattstunde. Für Fernwärme beträgt der gedeckelte Preis 9,5 Cent je Kilowattstunde. Diese niedrigeren Preise werden für 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauchs im September 2022 angewendet. Für den restlichen Verbrauch müssen die normalen Marktpreise gezahlt werden.

Auch die Industrie und Krankenhäuser profitieren von einer befristeten Gaspreisbremse. Der Netto-Arbeitspreis für die Kilowattstunde Gas wird für 70 Prozent des Verbrauchs auf 7 Cent gedeckelt. Für den übrigen Verbrauch gilt der reguläre Marktpreis. Um Mieter, soziale Träger, Kultur- und Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen zu unterstützen, hat die Bundesregierung Härtefallregelungen eingeführt. Sie können auf Härtefallhilfen aus einem zwölf Milliarden Euro Budget aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds zählen.

Wenn Sie weitere Informationen zur Funktionsweise der Gaspreisbremse benötigen, können Sie die kostenfreie Telefonhotline 0800-78 88 900 nutzen. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, die Energiekosten bezahlbar zu halten und eine sichere Versorgung mit Gas in Deutschland zu gewährleisten.

Gaspreis-Bremse in anderen Ländern: Vergleich mit dem deutschen Modell

In vielen Ländern gibt es ähnliche Mechanismen wie eine Gaspreisbremse, um die Energiepreise für Verbraucher zu begrenzen. Dabei variieren jedoch die Ansätze und Umsetzungen je nach Land. Im Gegensatz zu Deutschland scheinen andere europäische Länder bislang keine konkreten Pläne für eine nationale Gaspreisbremse zu haben.

Österreich, das Nachbarland Deutschlands, steht den deutschen Plänen für eine nationale Gaspreisbremse skeptisch gegenüber. Der österreichische Kanzler Karl Nehammer unterstützt grundsätzlich einen solchen Mechanismus, betont jedoch, dass eine Gaspreisbremse nur europäisch organisiert sein könne. Nationale Alleingänge würden die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Binnenmarkt möglicherweise verzerren. Nehammer fordert die EU-Kommission auf, Vorschläge für einen gemeinsamen Gaspreis zu unterbreiten, der dann an die Verbraucher weitergegeben werden soll.

Im Gegensatz zu Österreich hat Deutschland konkrete Pläne für eine Gaspreisbremse entwickelt. Eine Expertenkommission hat Vorschläge vorgelegt, die vorsehen, dass der Staat vorerst die Gas-Abschlagszahlungen für Dezember vollständig übernimmt und ab März ein Gas-Grundkontingent preislich gedeckelt wird. Bundeskanzler Olaf Scholz weist internationale Kritik am deutschen Kurs in der Energiekrise zurück und betont, dass diese Maßnahmen sowohl die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland als auch für ganz Europa gewährleisten sollen. Zudem hat Deutschland durch den Aufbau eigener LNG-Terminals die Möglichkeit geschaffen, auch Nachbarländer wie die Tschechische Republik, die Slowakei oder Österreich mit Gas zu versorgen und somit die Abhängigkeit von anderen Ländern zu verringern.

Obwohl es also in anderen Ländern bisher anscheinend keine konkreten Pläne für eine nationale Gaspreisbremse gibt, setzen sie dennoch verschiedene Maßnahmen ein, um die Energiepreise für ihre Verbraucher zu senken. Dabei scheint Deutschland mit seinem Modell eines preislich gedeckelten Gas-Grundkontingents und dem Ausbau eigener Infrastruktur für die Gasversorgung einen eigenen Weg zu gehen. Es bleibt abzuwarten, ob die deutschen Pläne Schule machen und auch in anderen europäischen Ländern Überlegungen für ähnliche Mechanismen angestellt werden.

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Wahrnehmung der Gaspreisbremse durch Verbraucher in Deutschland

Die Gaspreisbremse in Deutschland wird von den Verbrauchern größtenteils nicht wahrgenommen. Trotz der Vorschläge der Expertenkommission Gas und Wärme, die darauf abzielen, die Gaspreise bei einem Verbrauch von weniger als 80 Prozent des Normalverbrauchs größtenteils unverändert zu lassen, zahlen die Verbraucher weiterhin ihren vertraglichen Arbeitspreis für jede Kilowattstunde Gas. Die Entlastung erfolgt größtenteils unabhängig vom aktuellen Verbrauch und basiert auf dem geschätzten Normalverbrauch und den aktuellen Gaspreisen.

Um eine effektive Veränderung des Gaspreises zu sehen, muss die Jahresabrechnung im Saldo negativ sein. In diesem Fall wird der Gaspreis auf Null gesenkt, indem die staatliche Unterstützung mit den Einsparungen verrechnet wird. Einsparen lohnt sich also finanziell nur bis zu diesem Punkt. Die Wahrnehmung der Verbraucher, ob sich Gassparen lohnt, ist daher entscheidend für ihr Verhalten und ihre tatsächlichen Einsparungen.

Die Gaspreisbremse, die auch als Gaspreisdeckel oder Kostenbremse bezeichnet wird, beinhaltet weitere Entlastungsmaßnahmen für Haushalte. Dazu gehören geringere Abschläge und entsprechende Gutschriften zur Jahresabrechnung. Die Höhe der Zuschüsse ist größtenteils unabhängig vom aktuellen Verbrauch und orientiert sich an vergangenen Abschlägen und den aktuellen Arbeitspreisen.

Um sicherzustellen, dass auch Mieter in zentral beheizten Häusern von den Zuschüssen profitieren, sollen diese von ihren Vermietern erhalten werden. Eine kurzfristige Maßnahme besteht darin, dass der Staat den Dezemberabschlag bezuschusst. Der Zuschuss wird auf Grundlage des aktuellen Gas-Arbeitspreises multipliziert mit dem Normalverbrauch im Dezember und einem Zwölftel des Jahres-Grundpreises berechnet. Verbraucher erhalten somit den Anteil des Dezemberabschlags als Zuschuss.

Zukunft der Gaspreis-Bremse in Deutschland

Die Zukunft der Gaspreis-Bremse in Deutschland verspricht einige Veränderungen und potenzielle Verbesserungen des Mechanismus. Ab März 2023 bis voraussichtlich Dezember 2023 wird die Gaspreis-Bremse für private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen sowie Pflegeeinrichtungen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen gelten. Der Gaspreis wird dabei auf maximal 12 Cent brutto pro Kilowattstunde gedeckelt, basierend auf 80% des Vorjahresverbrauchs. Monatliche Ratenzahlungen werden verringert, und energiebewusste Verbraucher können eine Rückerstattung mit der Jahresabrechnung erhalten.

Darüber hinaus wird die Gaspreis-Bremse auch auf die Industrie angewendet. Hier gilt ein Höchstpreis von 7 Cent netto pro Kilowattstunde für 70% des Vorjahresverbrauchs. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, Produktion und Beschäftigung in von hohen Preisen betroffenen Branchen abzusichern. Die Gaspreis-Bremse wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2024 wirksam sein.

Neben der Gaspreis-Bremse wird auch eine entsprechende Strompreis-Bremse eingeführt. Diese gilt ebenfalls ab März 2023 bis voraussichtlich Dezember 2023. Der Strompreis für private Verbraucher und kleine Unternehmen mit einem jährlichen Stromverbrauch von bis zu 30.000 kWh wird auf maximal 40 Cent brutto pro Kilowattstunde begrenzt, einschließlich aller Steuern, Abgaben, Zuschläge und Netzgebühren, basierend auf 80% des geschätzten Verbrauchs.

Für industrielle Kunden liegt die Obergrenze bei 13 Cent plus Steuern, Abgaben und Zuschläge für 70% des geschätzten Verbrauchs. Diese Gas- und Strompreis-Bremsen bieten Schutz vor signifikanten Preissteigerungen im Jahr 2023.

  • Gaspreis-Bremse für private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen, Pflegeeinrichtungen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen.
  • Gaspreisdeckel von 12 Cent brutto pro Kilowattstunde basierend auf 80% des Vorjahresverbrauchs.
  • Verringerung der monatlichen Ratenzahlungen und Möglichkeit einer Rückerstattung für energiebewusste Verbraucher.
  • Gaspreis-Bremse auch für die Industrie mit einem Höchstpreis von 7 Cent netto pro Kilowattstunde basierend auf 70% des Vorjahresverbrauchs.
  • Gaspreis-Bremse bis zum Frühjahr 2024 wirksam.
  • Einführung einer Strompreis-Bremse mit einer Obergrenze von 40 Cent brutto pro Kilowattstunde für private Verbraucher und kleine Unternehmen basierend auf 80% des geschätzten Verbrauchs.
  • Obergrenze von 13 Cent plus Steuern, Abgaben und Zuschläge für industrielle Kunden.
  • Gas- und Strompreis-Bremsen bieten Schutz gegen signifikante Preissteigerungen im Jahr 2023.

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