Was ist Heilfasten?

Heilfasten ist eine Methode des Fastens, die der körperlichen und seelischen Reinigung dienen soll. Es handelt sich um eine intermittierende Fastenmethode, bei der für einen bestimmten Zeitraum auf feste Nahrung verzichtet wird. Eine bekannte Methode des Heilfastens ist das klassische Heilfasten nach der Buchinger-Methode. Diese Methode wurde nach dem deutschen Arzt und Naturheilkundler Otto Buchinger benannt.

Beim Heilfasten nach Buchinger wird für fünf Tage oder länger nur der Verzehr von Gemüsebrühe, verdünnten Säften und in geringem Umfang auch Milchprodukten erlaubt. Dadurch erhält der Körper eine minimale Menge an Kalorien, Vitaminen und Mineralien. Das Heilfasten hat verschiedene positive Wirkungen auf den Körper. Es wird ihm eine verbesserte Zucker- und Fettstoffwechsel, eine antientzündliche Wirkung sowie die Aktivierung der körpereigenen Müllabfuhr zugeschrieben.

Bei bestimmten Vorerkrankungen sollte das Heilfasten nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Es ist wichtig zu beachten, dass das Heilfasten nicht zu dauerhaftem Gewichtsverlust führt. Die Buchinger-Methode des Heilfastens beinhaltet eine Vorbereitungsphase mit leichter Kost, eine gründliche Darmentleerung am ersten Fastentag und eine tägliche Flüssigkeitsaufnahme von mindestens 2 bis 3 Litern. Zusätzlich ist es erlaubt, den Ernährungsplan um Eiweiß zu erweitern und den Darm durch regelmäßiges Trinken von Sauerkrautsaft und Einläufe zu pflegen. Regelmäßige körperliche Bewegung wird empfohlen, um den Abbau von Eiweiß aus der Muskulatur entgegenzuwirken.

Heilfasten – Definition und Konzept

Heilfasten ist definiert als der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit. Dieses Konzept beinhaltet eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Litern pro Tag, die kalorienfrei sein sollte. Erlaubt sind unter anderem Mineralwasser, Tee, Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäfte sowie Honig, jedoch maximal 2100 KJ (ca. 500 Kcal) pro Tag.

Beim Fasten werden die Ausscheidungsvorgänge über Darm, Leber, Nieren, Lungen und Haut gefördert. Ein Gleichgewicht zwischen Bewegung und Ruhe wird angestrebt. Zudem ist ein sorgfältiger Kostaufbau und die Hinführung zu einem gesünderen Lebensstil unverzichtbar. Beim Fasten nutzt der Körper seine eigenen Reserven zur Ernährung von innen. Es kommt zu Veränderungen im Stoffwechsel und in der Psyche, die bei der korrekten Durchführung des Fastens beachtet werden müssen.

Der Organismus greift zunächst auf die in der Leber gespeicherten Kohlenhydrate zurück und verwendet dann vorübergehend vermehrt Eiweiß zur Energiegewinnung. Später erfolgt eine verstärkte Fettspaltung zur Bereitstellung von Fettsäuren, Glycerin und Ketonen als Energielieferanten. Im weiteren Verlauf des Fastens tritt ein Eiweißsparmechanismus ein, da das Gehirn vermehrt Ketokörper zur Versorgung nutzt. Der Anteil der Fettverbrennung kann auf bis zu 95% steigen. Zusätzliche Eiweißzufuhr ist in der Regel nicht notwendig, da das Fasten positive Effekte auf den Eiweißstoffwechsel hat.

Studien haben gezeigt, dass ein 4-wöchiges stationäres Saftfasten nach Buchinger in Kombination mit Ausdauertraining unbedenklich ist und sogar zu einem Zuwachs an Muskelkraft und einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen kann. Eine Vergleichsstudie zeigte zudem, dass Fastende ihren Lebensstil bezüglich Ernährung, Bewegung und Entspannungsmethoden nachhaltiger ändern als Patienten, die eine normokalorische-vegetarische Diät erhalten haben.

Übersicht über verschiedene Methoden des Heilfastens und deren Durchführung

Das Heilfasten ist eine beliebte Methode, um den Körper zu reinigen und die Gesundheit zu verbessern. In Deutschland gibt es verschiedene Methoden des Heilfastens, die sich in ihrem Ansatz und ihrer Durchführung unterscheiden. Im Folgenden werden die wichtigsten Methoden vorgestellt:

  • Buchinger-Heilfasten: Diese Methode beinhaltet eine Woche ohne feste Nahrung. Es wird empfohlen, diese Kur nur bei guter Gesundheit und idealerweise während eines Urlaubs durchzuführen. Dabei wird der Körper durch den Verzicht auf feste Nahrung in den Fastenzustand versetzt. Dies kann zu einer Reinigung des Körpers und zur Entgiftung führen.
  • Intervallfasten: Das Intervallfasten, auch bekannt als intermittierendes Fasten, ist im Trend. Es gibt verschiedene Varianten, wie das 5:2 Fasten und das 16:8 Fasten. Beim 5:2 Fasten isst man an fünf Tagen normal und an zwei Tagen reduziert man die Kalorienzufuhr. Beim 16:8 Fasten isst man innerhalb eines Zeitfensters von 8 Stunden und fastet die restlichen 16 Stunden. Diese Methode kann dabei helfen, das Gewicht zu kontrollieren und den Stoffwechsel zu regulieren.
  • Basen-Fasten: Beim Basen-Fasten werden Lebensmittel in basisch und sauer eingeteilt, um den pH-Wert im Blut zu beeinflussen. Das Ziel ist es, den Körper zu entsäuern und zu entgiften. Diese Methode ist besonders gesundheitsfördernd und kann helfen, den Körper zu revitalisieren.
  • Mayr-Kur: Die Mayr-Kur wurde vom österreichischen Arzt Franz-Xaver Mayr entwickelt und zielt hauptsächlich auf einen gesunden Darm ab. Dabei werden hauptsächlich Semmeln und Milch konsumiert. Die Kur hat das Ziel, den Darm zu regenerieren und die Verdauung zu verbessern.
  • Saft-Fasten: Beim Saft-Fasten steht der Konsum von Säften im Vordergrund. Die Dauer kann variieren, von einem Wochenende bis zu 10 Tagen. Diese Methode ermöglicht es dem Körper, sich zu reinigen und zu regenerieren, während er wichtige Nährstoffe aus den Säften erhält.
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Bevor man mit dem Heilfasten beginnt, ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen, insbesondere wenn man an einer Krankheit, Essstörung oder Schwangerschaft leidet. Jede Methode hat ihre eigenen Vorteile und Risiken, daher ist es wichtig, die richtige Methode für die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen auszuwählen.

Gesundheitliche Vorteile von Heilfasten

Das Heilfasten bietet verschiedene gesundheitliche Vorteile. Beim Fasten werden wichtige Zellreinigungsprozesse aktiviert, die den Stoffwechsel trainieren und die körpereigene Müllabfuhr fördern. Es ist wichtig zu beachten, dass das Fasten nicht für jeden geeignet ist. Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Herz- und Nierenerkrankungen, Krebserkrankungen, Gicht oder Gallenproblemen sollten nicht fasten. Schwangere, Stillende, Menschen mit Stoffwechselerkrankungen oder chronischen Krankheiten sowie Personen mit niedrigem Blutdruck, Untergewicht und hohem Lebensalter sollten vor dem Fasten einen Arzt konsultieren.

Ein bekanntes Fasten-Methode ist das klassische Heilfasten nach Buchinger. Diese Methode ähnelt einer Nulldiät, bei der nur kalorienfreie Getränke wie Wasser und Tee erlaubt sind, sowie eine geringe Menge an Gemüsebrühe und Eiweiß. Das Buchinger-Fasten kann zu einer schnellen Gewichtsabnahme führen, ist jedoch weniger geeignet, um das Körpergewicht langfristig zu reduzieren. Beim Fasten kann es zu Muskelkrämpfen, Herzrhythmus- und Kreislaufstörungen sowie Belastungen der Nieren kommen. Menschen mit Vorerkrankungen sollten diese Methode idealerweise in einer Fastenklinik durchführen.

Das Intervallfasten, wie zum Beispiel das 16:8 oder 5:2 Fasten, ist eine neue Form des Kurzzeitfastens. Beim Intervallfasten kann man entweder tägliche Essenspausen einlegen oder wöchentliche Fastentage einplanen. Beide Varianten ermöglichen es dem Körper, für kurze Zeit von seinen Reserven zu leben, ohne den Stoffwechsel zu drosseln oder Muskelmasse abzubauen. Das Intervallfasten kann beim Abnehmen helfen, vor Diabetes (Typ 2) schützen und möglicherweise auch bei Krebstherapien unterstützend wirken. Es gibt jedoch noch wenige Studien zum Intervallfasten beim Menschen, aber Tierversuche haben bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt.

Aktuelle Studien zum Intervallfasten befassen sich mit der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall sowie neurologischen Krankheiten wie Multipler Sklerose, Morbus Parkinson oder Demenz durch Intervallfasten.

Risiken und Nebenwirkungen von Heilfasten

Das Heilfasten ist eine Methode, bei der auf eine zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme verzichtet wird. Es ist jedoch wichtig, sich der möglichen Risiken und Nebenwirkungen bewusst zu sein. Nicht jeder sollte das Heilfasten praktizieren, insbesondere Personen mit schweren Herz- und Nierenerkrankungen, Krebserkrankungen, Gicht oder Gallenproblemen, Schwangere und Stillende sowie Menschen mit Stoffwechselerkrankungen oder chronischen Krankheiten sollten Vorsicht walten lassen. Vor jeder Art des Fastens sollten zudem Personen mit niedrigem Blutdruck, Untergewicht und im hohen Lebensalter einen Arzt konsultieren.

Eine bekannte Fastenmethode ist das klassische Heilfasten nach Buchinger. Dabei handelt es sich um eine Nulldiät, bei der nur kalorienfreie Getränke wie Wasser und Tee erlaubt sind, sowie eine geringe Menge Gemüsebrühe und Eiweiß. Doch bei dieser Methode können Risiken auftreten. Es kann zu Muskelkrämpfen, Herzrhythmus- und Kreislaufstörungen mit Schwindelanfällen kommen. Zudem belastet eine Nulldiät die Nieren stark und dies kann zu Nierensteinen und Gichtanfällen führen. Menschen mit Vorerkrankungen sollten idealerweise nur unter ärztlicher Aufsicht und in einer Fastenklinik diese Methode durchführen.

Das Heilfasten nach Buchinger führt oft zu einer schnellen Gewichtsabnahme, ist aber nicht für eine nachhaltige Reduzierung des Körpergewichts geeignet. Nach dem Fasten kann es zu einem Jo-Jo-Effekt kommen, bei dem das Gewicht schnell wieder zunimmt. Um den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden, ist es wichtig, die Energiezufuhr langsam zu erhöhen und eine dauerhafte Ernährungsumstellung vorzunehmen.

Eine alternative und effektive Form des Fastens ist das Intervallfasten. Beim Intervallfasten legt man entweder tägliche Essenspausen von 16 Stunden ein oder fastet an bestimmten Tagen der Woche. Studien haben gezeigt, dass das Intervallfasten beim Abnehmen helfen, vor Diabetes (Typ 2) schützen und möglicherweise bei Krebstherapien unterstützend wirken kann. Allerdings gibt es noch wenige Studien zum Intervallfasten beim Menschen, obwohl Tierversuche mit Mäusen bereits positive Ergebnisse gezeigt haben. Aktuelle Studien befassen sich mit der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurologischen Krankheiten durch das Intervallfasten.

Detaillierte Erklärung des Ablaufs des Heilfastens

Heilfasten ist der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung für einen bestimmten Zeitraum. Die bekannteste Form des Heilfastens ist das Buchinger Fasten, das von Arzt Otto Buchinger entwickelt wurde. Die optimale Fastendauer beträgt laut Buchinger zwei bis vier Wochen, kann aber je nach individuellem Wunsch und medizinischen Gründen variieren. Die Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung empfiehlt eine Standarddauer von sieben bis zehn Tagen plus einen Vorbereitungstag und drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens.

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Beim Buchinger Fasten beginnt man mit einer Vorbereitungsphase, in der man nur noch maximal 1000 Kalorien zu sich nimmt und auf Koffein, Alkohol und Nikotin verzichtet. Am ersten Tag des Fastens erfolgt eine Darmreinigung mit einem Liter Wasser und Glaubersalz. Danach folgen mindestens fünf Tage, in denen keine feste Nahrung gegessen wird. Erlaubt sind während dieser Zeit 250 ml Gemüsebrühe, 250 ml Obst- oder Gemüsesäfte, 30 g Honig und mindestens 2,5 Liter Wasser oder Tee pro Tag.

Am Ende der Fastenphase gewöhnt man den Körper langsam wieder an die Nahrungsaufnahme, zum Beispiel mit einem Apfel oder Kartoffelsuppe. Die Kalorienzufuhr wird schrittweise erhöht, beginnend mit etwa 800 Kalorien am ersten Tag des Fastenbrechens, dann 1000 Kalorien am zweiten Tag und 1200 Kalorien am dritten Tag. Spätestens ab dem vierten Tag treten wieder Stuhlgang und Darmbewegungen auf.

Heilfasten dient zur Reinigung von Körper, Geist und Seele. Es wird angenommen, dass durch das Fasten die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Heilfasten wird sowohl aus gesundheitlichen Gründen, wie bei Stoffwechselstörungen oder Rheuma, als auch zur Gewichtsabnahme angewendet. Es gibt verschiedene Varianten des Heilfastens, wie die Mayr Kur, das Saftfasten, die Schrothkur und das intermittierende Fasten (Intervallfasten).

Schritt-für-Schritt Anleitung zur Vorbereitung auf das Heilfasten

Um sich auf das Heilfasten vorzubereiten, ist eine schrittweise Veränderung der Ernährungsgewohnheiten und eine Phase der Entlastung erforderlich. Es wird empfohlen, in den Tagen vor dem eigentlichen Fasten auf schwer verdauliche Lebensmittel wie Fleisch, Hartkäse, frittierte und fettige Speisen zu verzichten. Stattdessen sollten Kartoffeln, Reis, Gemüse, Obst (insbesondere Äpfel) und Säfte konsumiert werden. Die Vorbereitungsphase beginnt mit ein- bis zweitägigen Entlastungstagen, an denen leichte Schonkost wie gedünstetes Gemüse, Gemüsesuppe oder Porridge gegessen wird.

Während der Vorbereitung auf das Heilfasten sollte die Energiezufuhr auf etwa 1.000 Kalorien pro Tag reduziert werden. Es ist wichtig, Alkohol und Nikotin zu vermeiden, während moderate Mengen an Koffein toleriert werden können. Es wird auch empfohlen, sich emotional auf das Fasten vorzubereiten und körperlich aktiv zu bleiben. Es ist idealerweise ratsam, das Fasten unter ärztlicher Betreuung in einer Gruppe durchzuführen.

Um ein Hungergefühl während des Fastens zu vermeiden, ist es empfehlenswert, den Darm vor dem eigentlichen ersten Fastentag gründlich zu entleeren. Dies kann durch die Einnahme eines abführenden Getränks mit Glaubersalz erreicht werden. Während der Fastentage sollten täglich ein Viertelliter Gemüsebrühe, die gleiche Menge frisch gepresster Gemüse- oder Obstsäfte, 30 Gramm Honig und mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit (Wasser, Kräutertee) konsumiert werden.

Welche Lebensmittel sind beim Heilfasten erlaubt?

Beim Heilfasten nach der Buchinger-Methode sind während des Fastens für fünf Tage oder länger nur bestimmte Lebensmittel erlaubt. Diese Lebensmittel versorgen den Körper mit einer minimalen Menge an Kalorien, Vitaminen und Mineralien. Zu den erlaubten Lebensmitteln gehören:

  • Gemüsebrühe: Eine warme Gemüsebrühe ist während des Heilfastens erlaubt. Sie kann auf einfache Weise selbst zubereitet werden und liefert wichtige Nährstoffe für den Körper.
  • Verdünnte Säfte: Auch verdünnte Säfte sind erlaubt. Es ist wichtig, die Säfte mit Wasser zu mischen, um den Zuckergehalt zu reduzieren und den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen.
  • Milchprodukte: In geringem Umfang sind auch Milchprodukte erlaubt. Diese sollten jedoch fettarm sein und in Maßen genossen werden, um den Körper nicht zu belasten.

Das Fasten nach der Buchinger-Methode kann positive Wirkungen auf den Körper haben. Es wird angenommen, dass es den Zucker- und Fettstoffwechsel verbessert, eine antientzündliche Wirkung hat und die körpereigene Müllabfuhr aktiviert. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Fasten bei bestimmten Vorerkrankungen nicht empfohlen wird. Menschen mit schweren Herz- und Nierenerkrankungen, Krebserkrankungen, Gicht oder Gallenproblemen sollten vor Beginn einer Fastenkur immer Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Empfehlungen zur Dauer des Heilfastens und wie man die optimale Fastenzeit bestimmt

Wie lange sollte man heilfasten? Diese Frage führt oft zu unterschiedlichen Empfehlungen, je nachdem wen man fragt. Die Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) empfiehlt eine Standarddauer von 7-10 Tagen. Dies beinhaltet einen Vorbereitungstag vor Beginn des Fastens sowie drei Tage zur schrittweisen Rückkehr zur normalen Ernährung. Es ist wichtig, diese Empfehlung zu beachten, um den Körper nicht zu überfordern.

Allerdings gibt es auch andere Meinungen zur optimalen Dauer des Heilfastens. Der Pionier des Heilfastens, Otto Buchinger, empfiehlt eine Fastenperiode von 2-4 Wochen. Hierbei sollten jedoch individuelle Aspekte berücksichtigt werden, wie der allgemeine Gesundheitszustand und eventuelle Vorerkrankungen. Eine längere Fastenzeit kann für manche Menschen sinnvoll sein.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Entscheidung über die Dauer des Heilfastens individuell getroffen werden sollte. Manche Personen können von kürzeren Fastenzeiten profitieren, während andere möglicherweise längere Fastenperioden benötigen. Es ist ratsam, sich vor Beginn des Heilfastens von einem Arzt oder Ernährungsexperten beraten zu lassen, um die optimale Fastenzeit für die individuellen Bedürfnisse festzulegen.

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Schritt-für-Schritt Anleitung zum Beenden des Heilfastens und zur langsamen Wiedereinführung von Nahrung

Um das Heilfasten richtig abzuschließen, ist es wichtig, den Prozess des “Fastenbrechens” oder des Abbrechens des Fastens zu befolgen. Dies ermöglicht es dem Körper, sich allmählich wieder an feste Nahrung anzupassen und hilft, Blähungen und Magenschmerzen nach dem Fasten zu vermeiden.

Während der Phase des Fastenbrechens wird empfohlen, eine schonende Diät einzuhalten, indem man ein bis zwei Tage pro Woche der Fastenzeit eine leichte Kost zu sich nimmt. Dies gilt für alle Arten des Fastens, bei denen man auf feste Nahrung verzichtet. Wenn Sie zum Beispiel drei Wochen gefastet haben, sollte die Phase des Fastenbrechens drei bis sechs Tage dauern. Diese allmähliche Wiedereinführung fester Nahrungsmittel hilft dem Körper bei der Anpassung und fördert die Verdauung.

Während längerer Fastenzeiten nimmt die Produktion von Verdauungsenzymen im Körper ab. Erst wenn wir wieder essen, setzt die Produktion dieser Enzyme wieder ein. Verdauungsenzyme helfen dabei, Nahrung im Magen aufzuspalten, sodass der Körper die freigesetzten Nährstoffe im Dünndarm aufnehmen kann. Nicht verdauungsfähige Nahrung kann vom Körper nicht aufgenommen werden und wird im Dünndarm von Darmbakterien abgebaut, was zu Gasbildung und Blähungen führen kann. Daher ist es wichtig, das Fasten mit leicht verdaulichen Lebensmitteln zu beenden.

Um leicht verdauliche Lebensmittel für das Fastenbrechen zu identifizieren, suchen Sie nach Lebensmitteln mit einem geringen Gehalt an Ballaststoffen, Fett, Zucker und Säure sowie einem hohen Anteil an leicht verdaulichen Kohlenhydraten. Hier sind einige Beispiele:

  • WeiReis
  • Pasta aus Weißmehl (vorzugsweise ohne Eier)
  • Brot aus einem langen Fermentationsprozess und geringem Hefegehalt

Auch Pellkartoffeln enthalten viele leicht verdauliche Kohlenhydrate und können in der Phase des Fastenbrechens einbezogen werden.

Wurzelgemüse enthält im Vergleich zu grünen Blattgemüsen und Kohlsorten mehr leicht verdauliche Kohlenhydrate und weniger Ballaststoffe. Beispiele für heimisches Wurzelgemüse sind:

  • Möhren
  • Pastinaken
  • Kartoffeln

Es ist jedoch wichtig, bestimmte Wurzelgemüse wie Zwiebeln, Meerrettich, Lauch, Knoblauch und Ingwer während der Phase des Fastenbrechens zu vermeiden, da sie schwer zu verdauen sind und Blähungen verursachen können. Entscheiden Sie sich stattdessen für mildere Sorten.

Lebensmittel mit einem hohen Säuregehalt wie Kaffee, Zitronen und Wein sollten während der schonenden Phase vollständig vermieden werden. Wählen Sie stattdessen saurearme Früchte, da sie leicht verdauliche Kohlenhydrate liefern und einen geringen Säuregehalt haben. Beispiele für saurearme Früchte sind:

  • Bananen
  • Äpfel
  • Birnen

Milchprodukte, einschließlich fettarmer Optionen, sind im Allgemeinen schwer verdaulich aufgrund ihres hohen Fettgehalts. Während der Phase des Fastenbrechens wird empfohlen, alle Milchprodukte zu vermeiden, da auch fettarme Optionen Laktose enthalten, für deren Verdauung das Enzym Laktase benötigt wird. Ungedüngete Laktose kann Blähungen und Magenschmerzen verursachen, insbesondere bei Personen mit Laktoseintoleranz.

Um das Fasten zu beenden, empfiehlt es sich, mit gekochten Mahlzeiten zu beginnen, anstatt rohe Lebensmittel zu sich zu nehmen. Durch das Kochen werden die Nährstoffe in Lebensmitteln teilweise abgebaut, sodass sie leichter verdaulich sind. Flüssige Lebensmittel wie Brühen, die wenig bis gar keine Ballaststoffe enthalten, sind besonders leicht verdaulich und daher ideal für das Fastenbrechen geeignet.

Zwei Rezepte, die sich für das Fastenbrechen eignen, sind:

  1. Gemüsesuppe:
    • Zutaten: 2 Karotten, 2 Petersilienwurzeln, 150 g festkochende Kartoffeln, 750 ml Gemüsebrühe (am besten selbstgemacht), Salz nach Geschmack.
    • Anleitung: Schälen Sie das Gemüse und schneiden Sie es in mundgerechte Stücke. Erhitzen Sie die Gemüsebrühe, bis sie simmert. Salzen Sie die Brühe leicht und geben Sie Karotten, Petersilienwurzeln und Kartoffeln hinzu. Kochen Sie das Gemüse etwa zehn Minuten lang oder bis es die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Würzen Sie die Suppe nach Belieben mit Salz.
  2. Haferbrei mit Bananen:
    • Zutaten: 100 g Haferflocken, 200 ml Wasser, 1 TL Honig oder alternativer Süßstoff, Salz nach Geschmack, 2 fair gehandelte Bananen.
    • Anleitung: Erhitzen Sie die Haferflocken und das Wasser in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze. Kochen Sie die Haferflocken drei bis vier Minuten lang oder bis die Mischung eine breiartige Konsistenz erreicht. Nehmen Sie den Topf vom Herd und rühren Sie den Honig ein. Würzen Sie den Haferbrei nach Geschmack mit einer Prise Salz. Schälen Sie die Bananen und schneiden Sie sie in mundgerechte Stücke.

Diese Rezepte bieten leicht verdauliche Optionen für das Fastenbrechen und die allmähliche Rückkehr zur festen Nahrung.

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