Wie viele Menschen gibt es?

Die Weltbevölkerung beträgt aktuell etwa 8,09 Milliarden Menschen. Dies bezeichnet die Anzahl an Menschen, die die Welt bevölkern. Doch wie hat sich diese Zahl im Laufe der Zeit verändert?

Meilensteine der Weltbevölkerung

Die erste Milliarde wurde um das Jahr 1800 erreicht und stieg in knapp 200 Jahren auf 7 Milliarden. Seitdem hat die Weltbevölkerung enorme Wachstumsraten verzeichnet. Nach Schätzungen wird die 8. Milliarde für das Jahr 2023 erwartet. Laut der Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen, sind dies die Meilensteine der Weltbevölkerung:

  • 1 Milliarde – 1804
  • 2 Milliarden – 1927 (innerhalb von 123 Jahren)
  • 3 Milliarden – 1960 (innerhalb von 33 Jahren)
  • 4 Milliarden – 1974 (innerhalb von 14 Jahren)
  • 5 Milliarden – 1987 (innerhalb von 13 Jahren)
  • 6 Milliarden – Oktober der 12, 1999 (innerhalb von 12 Jahren)
  • 7 Milliarden – Oktober der 31, 2011 (innerhalb von 12 Jahren)

Bevölkerungswachstum

Momentan steigt die Weltbevölkerung um 90 Millionen pro Jahr. Das erwartete Wachstum der Weltbevölkerung beträgt 100.752.643 Menschen im Jahr 2023, was eine Gesamtzahl von 8.147.701.961 Menschen ausmacht. Das natürliche Wachstum wird positiv bewertet, da die Zahl von Neugeburten die Zahl der Toten um 100.254.836 Menschen übersteigen wird.

Bevölkerungsverteilung

Mehr als 70% der Weltbevölkerung lebt in 20 Staaten. China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde, gefolgt von Indien. Ungefähr 36% der Weltbevölkerung lebt in diesen beiden Ländern. Über die Hälfte der Weltbevölkerung identifiziert sich mit einer Religion, wobei das Christentum (32%) und der Islam (24%) die größten Gruppen darstellen.

Wie hat sich die Weltbevölkerung in den letzten 100 Jahren entwickelt?

Die Weltbevölkerung hat in den letzten 100 Jahren stark zugenommen, und im Jahr 2021 leben rund 7,9 Milliarden Menschen auf der Erde. Davon lebt der größte Teil, etwa 60 Prozent, in Asien, gefolgt von Afrika und Europa.

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Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2080 auf ungefähr 10,4 Milliarden Menschen ansteigen wird. Allerdings wird sie dann nicht mehr weiter wachsen. Der Hauptgrund für das Wachstum der Weltbevölkerung ist die einhergehende steigende Lebenserwartung und eine sinkende Kindersterblichkeit durch ein verbessertes Gesundheitssystem.

In Asien, dem bevölkerungsreichsten Kontinent der Welt, leben mehr als 4,6 Milliarden Menschen. Dort leben etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung. China und Indien haben dabei die höchste Bevölkerungsdichte. Afrika ist der zweitbevölkerungsreichste Kontinent, mit etwa 1,2 Milliarden Menschen. Dort hat sich die Bevölkerung in den letzten Jahren besonders schnell vergrößert. In Europa leben etwa 750 Millionen Menschen, das sind etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung. Hier ist die Bevölkerungszahl tendenziell stabil und nimmt im Vergleich zu anderen Kontinenten nur langsam zu.

Nach aktuellen Studien und Prognosen wird die globale Bevölkerungszahl voraussichtlich bis zum Jahr 2100 auf 11,2 Milliarden anwachsen, bevor sie sich stabilisiert. Allerdings gibt es auch Studien, die deutlich höhere Zahlen abgebildet haben.

Im Fazit lässt sich zusammenfassen, dass die Weltbevölkerung in den letzten 100 Jahren rasant gewachsen ist und dass Asien den größten Anteil an der Weltbevölkerung hat. Durch verbesserte Gesundheitssysteme wird die Lebenserwartung erhöht und die Kindersterblichkeit reduziert. Die Weltbevölkerung wird zwar weiter wachsen, aber sich in einigen Jahrzehnten stabilisieren.

Wie wird das Bevölkerungswachstum in den nächsten Jahrzehnten die globale Wirtschaft beeinflussen?

Das Bevölkerungswachstum führt zu einer hohen Nachfrage nach Ressourcen, die sich auf die globale Wirtschaft auswirkt. Mehr Menschen verbrauchen mehr Güter und Dienstleistungen, die produziert werden müssen, um ihre Bedürfnisse zu decken. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind jedoch nicht gleichmäßig verteilt und weisen starke regionale Unterschiede auf. Während in den reicheren Ländern mittlerweile die Geburtenraten zurückgehen, bleiben sie in ärmeren Ländern sehr hoch.

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Dies hat Folgen für die Umweltbelastung, da eine größere Anzahl von Menschen auch mehr Platz, Agrarfläche und Energie benötigt, was zu mehr Treibhausgasemissionen führt. Der rasante Anstieg der Weltbevölkerung bringt eine Reihe von sozialen und ökologischen Herausforderungen mit sich, die unser Zusammenleben auf die Probe stellen.

Die Bevölkerungsentwicklung beeinflusst jedoch auch das Städtewachstum, da immer mehr Menschen in die Städte ziehen. Im Jahr 1950 lebten etwa 30 Prozent der Menschen in Städten, im Jahr 2050 wird es jedoch voraussichtlich rund 66 Prozent sein, wobei fast 90 Prozent dieser Menschen in Afrika und Asien leben werden. Das Bevölkerungswachstum führt daher zu einem raschen Anstieg von Städten und hat Auswirkungen auf die Infrastruktur und Stadtplanung.

Ein weiteres Problem, das mit dem Bevölkerungswachstum einhergeht, ist Welthunger. Eine wachsende Bevölkerung bedeutet einen wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln. Ärmere Länder können diesen Bedarf jedoch aus verschiedenen Gründen oft nicht erfüllen, was zu Nahrungsmittelknappheit führen kann. Demografische Stressfaktoren wie diese können bestehende Konflikte verschärfen und neue Konflikte verursachen.

Die Geschlechtergleichberechtigung ist eine Voraussetzung für soziale, politische und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn Frauen die gleichen Chancen wie Männer haben, können sie mehr zur Wirtschaft beitragen und somit auch das Wirtschaftswachstum fördern. Geschlechtergerechte Politik kann die Wirtschaft dynamischer, inklusiver und widerstandsfähiger machen.

Wie beeinflusst das Bevölkerungswachstum die Umwelt?

Das Bevölkerungswachstum stellt die Menschheit vor riesige Herausforderungen. Es besteht die Frage, wie so viele Menschen überhaupt ernährt werden können und welche Folgen das Wachstum für die Umwelt hat. Eine Möglichkeit, das Wachstum zu bremsen, könnten Frauenrechte und Bildung sein.

Frauenrechte und Bildung

Eine Lösung von Wirtschaftskrisen, mangelhafter Gesundheitsfürsorge, Kriegen und dem Klimawandel ist die Bildung von Mädchen. Frauenrechte und Bildung stehen ganz oben auf der Agenda der Weltbevölkerungskonferenz in Nairobi. Je länger Mädchen in die Schule gehen können, desto häufiger haben sie Zugang zu bezahlter Arbeit, damit Möglichkeiten, sich und ihre Familien zu ernähren.

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Ernährung

Die UN rechnet damit, dass bis 2050 zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden. Es müssen etwa doppelt so viele Lebensmittel produziert werden wie heute. Die Frage ist, wie (und ob) das gelingen kann. Und vor allem wie das ohne zusätzlichen Raubbau an der Natur, also etwa ohne die Umwandlung von Naturschutzflächen in Ackerland, zu schaffen ist. Die UN-Ernährungsorganisation FAO rechnete vor ein paar Jahren mit 20 bis 30 Prozent höheren Ackererträgen, falls Frauen in Entwicklungsländern ebenso oft wie Männer eine Schule besuchen dürften, an Kapital kämen und das Land besäßen, das sie beackern.

Grüne Revolution

Die “Grüne Revolution” gelang nur, weil der Ertrag der wichtigsten Nahrungsmittelpflanzen pro Quadratmeter Ackerfläche immens gesteigert wurde, vor allem von Weizen, Mais und Reis. Dazu beigetragen haben die Stickstoffdüngung, der Schutz der Pflanzen vor Schädlingen mit Hilfe von Pestiziden und in erster Linie die ständige züchterische Weiterentwicklung der Hochleistungssorten – wohlgemerkt ohne jene Methoden, die im Allgemeinen als “Gentechnik” bezeichnet werden.

Bangladesch

Ein gutes Beispiel in Bezug auf Bevölkerungsentwicklung ist Bangladesch. Das Land hat in den letzten Jahrzehnten massive Fortschritte gemacht, die Geburtenrate drastisch reduziert und seine Bevölkerung vor allem dank Bildung und Gesundheitsfürsorge besser ernährt. Der Erfolg von Bangladesch zeigt, dass das Bevölkerungswachstum gebremst werden kann und die Umwelt geschützt werden kann.

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