Wie viel Zeitzonen hat China?

China erstreckt sich über eine Längengrad-Differenz von etwa 60° und liegt innerhalb von fünf der international vereinbarten 24 Zeitzonen von je 15° Längengrad-Differenz, also von UTC+5 bis UTC+9. Früher (1912 bis 1949) verwendete man fünf Zonenzeiten, wobei sich das Geltungsgebiet der frühesten (östlichsten) und spätesten (westlichsten) nur je bis etwa in die Mitte der dort liegenden Zeitzonen erstreckte.

Hauptstadt Peking

Seit 1949 gibt es in China nur eine einzige amtliche Zeit, nämlich die UTC+8. Das ist die Zonenzeit derjenigen Zeitzone, in der die Hauptstadt Peking liegt.

Hongkong und Macau

In Hongkong wird die Zeitzone Hongkong-Zeit (HKT) genannt. In Macau ist die Bezeichnung Macau-Standardzeit gebräuchlich.

Zeitverschiebung

Wegen der universalen Zeit für ganz China, auch für die westlichsten Provinzen, kommt es dazu, dass Reisende, die die Grenze von VR China nach Afghanistan überschreiten, die Uhr um 3,5 Stunden zurückstellen müssen.

China hat also nur eine Zeitzone, doch aufgrund seiner enormen geographischen Ausdehnung kann sich das in bestimmten Situationen durchaus bemerkbar machen.

China Zeitzone UTC+8 oder UTC+9

Die UTC+8 Zeitzone hat den Längenhalbkreis 120° Ost als Bezugsmeridian und ist damit acht Stunden später als die koordinierte Weltzeit und sieben Stunden später als die MEZ. Diese Zeitzone gilt ganzjährig in Australien, Brunei, Volksrepublik China, Hongkong, Indonesien, Macau, Malaysia, Mongolei, Philippinen, Russland, Singapur und Taiwan. Neben UTC+8 wird in einigen Unternehmen in der Region auch die ASEAN Common Time (ACT) genutzt. ACT ist eine gemeinsame Zeitzone, die die Zeitzonen UTC+6:30, UTC+7, UTC+8 und UTC+9 umfasst.

Chungyuan-Standardzeit

Die Chungyuan-Standardzeit (CST) war eine der fünf Zeitzonen Chinas, die gegenüber der Koordinierten Weltzeit (UTC) acht Stunden vorausgestellt ist. Im Jahr 1949 führte jedoch die Volksrepublik die China-Standardzeit (CNST) ein, und somit einheitlich UTC+8. Die Chungyuan-Standardzeit wird heute nicht mehr verwendet, aber es ist interessant zu wissen, dass China früher unterschiedliche Zeitzonen hatte.

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Australian Western Standard Time (AWST)

Die Australian Western Standard Time (AWST) wird in den Gebieten im Westen von Australien verwendet. Zwischen 2006 und 2009 wurde in West-Australien versuchsweise die Sommerzeit eingeführt. Zur Sommerzeit galt in West-Australien UTC+9. Im Jahr 2009 wurde nicht mehr auf Sommerzeit umgestellt und somit gilt AWST das ganze Jahr über UTC+8.

ASEAN

ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) ist eine politische und wirtschaftliche Organisation, die sich aus zehn Ländern in Südostasien zusammensetzt. Dazu gehören Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Die UTC+8 Zeitzone wird in einigen dieser Länder genutzt und in Unternehmen in der Region als ACT verwendet.

VR China und Taiwan

Die Volksrepublik China und Taiwan verwenden die UTC+8 Zeitzone. Taiwan ist eine Insel im Pazifik und ein souveräner Staat in Ostasien. China und Taiwan haben eine komplexe politische Beziehung, aber beide Länder teilen die gleiche Zeitzone. Es ist interessant zu wissen, dass trotz der politischen Unterschiede die UTC+8 Zeitzone in beiden Ländern gilt.

Warum hat China nur eine Zeitzone trotz seiner Größe?

China hat trotz seiner Größe von etwa 5200 Kilometern von Ost nach West nur eine Zeitzone, die “Peking-Zeit”. Dies hat historische Gründe und geht auf die Zeit der Kulturrevolution in den 60er und 70er Jahren zurück, als die übers Radio angesagte Zeit entscheidend war und der Satz “So und so viel Uhr Peking-Zeit” ein symbolisch enorm wichtiger Satz für den zentralistischen Alltagsanspruch der Staats- und Parteiführung war.

Einige Provinzen im Westen des Landes, besonders Xinjiang und Tibet, benutzen inoffiziell trotzdem ihre eigene Uhrzeit. Alle Busse und Zugfahrpläne sowie amtliche Zeitangaben sind jedoch in “Peking-Zeit” angegeben. Vor rund 70 Jahren hatte China fünf Zeitzonen. Das wurde 1912 beschlossen, als die letzte chinesische Dynastie zu Ende ging. Doch die Zeitzonen setzten sich nicht durch und 1949 schaffte Mao Zedong, der ehemalige Diktator des Landes, sie wieder ab. Ein Land brauche eine Uhrzeit, meinte Mao.

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In der chinesischen Grenzregion Xinjiang geht die Sonne im Sommer erst um Mitternacht unter, im Winter ist es morgens bis 10 Uhr dunkel. Wer von China ins benachbarte Afghanistan reist, muss die Uhr um dreieinhalb Stunden zurückstellen. Abgesehen von dem Sprung an der Datumsgrenze ist das der größte Zeitsprung an einer Grenze weltweit.

Selbst im Sommer und Winter wird die Uhr in China nicht umgestellt. 1986 unternahm die Regierung den Versuch, die Sommerzeit einzuführen, um Strom zu sparen. Doch bereits nach fünf Jahren wurde der Beschluss wieder rückgängig gemacht.

  • NER-Entitäten: China, Peking, Afghanistan, Xinjiang, Tibet, USA, Mao Zedong, Guangzhou, Hongkong, EU.

Zusammenfassend hat China trotz seiner Größe nur eine Zeitzone, aufgrund historischer und politischer Gründe. Einige Provinzen im Westen des Landes benutzen inoffiziell trotzdem ihre eigene Uhrzeit. Die fehlenden Zeitzonen haben jedoch Auswirkungen auf die Sonnenuntergänge und stellen eine Herausforderung für Reisende dar. Die Sommerzeit wurde in China bisher nicht erfolgreich eingeführt und es gibt keine Pläne für eine Änderung der aktuellen Zeitzonenregelung.

China Zeitzone: wie beeinflusst die Einheitszeit die Wirtschaft und das tägliche Leben in China?

China hat eine einzige Zeitzone, die von der Hauptstadt Peking bestimmt wird. Dies hat historische und politische Gründe und dient dem zentralistischen Allmachtsanspruch der Staats- und Parteiführung.

Die Einheitszeit hat Auswirkungen auf die Wirtschaft und das tägliche Leben der Menschen in China, insbesondere in den westlichen Regionen, wo die Sonnenuntergänge und -aufgänge später sind als im Osten. Die Zeitunterschiede zu den Nachbarländern sind erheblich und beeinflussen den Handel und die Geschäftsbeziehungen.

Die westlichen Regionen Chinas verdienen eigentlich eine eigene Zeitzone. Die Tatsache, dass sie sich an die Pekinger Zeitzone halten müssen, führt zu organisatorischen und wirtschaftlichen Problemen. Auch die Menschen in diesen Regionen haben Schwierigkeiten, sich an die Einheitszeit zu gewöhnen.

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Die Einheitszeit hat auch Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen in China. In den westlichen Regionen geht die Sonne später unter und später auf als im Osten, was bedeutet, dass die Menschen später schlafen und aufstehen müssen, um mit der Pekinger Zeitzone Schritt zu halten. Dies kann zu gesundheitlichen Problemen, Schlafstörungen und Stress führen.

In einigen Regionen Chinas wie Yunnan und Xinjiang sind die Zeitunterschiede zu den Nachbarländern besonders groß. Myanmar ist anderthalb Stunden früher als China, während Indien sogar zweieinhalb Stunden früher liegt. Diese Zeitunterschiede erschweren die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern.

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